Kardiologische Praxis Dr. med. Michael Muscholl

Herz - Ultraschall (Echokardiographie)

Mit dieser Methode kann man die Größe und Pumpfunktion des Herzen genau bestimmen. Bei Patienten mit Bluthochdruck lässt sich feststellen, ob der Herzmuskel durch die dauernde Belastung des erhöhten Blutdrucks bereits verdickt ist. Ein verdickter Herzmuskel ist ein gravierender Risikofaktor für eine spätere Herzerkrankung. Außerdem lassen sich die Herzklappen mit Ultraschall sehr gut untersuchen. So kann festgestellt werden, ob und in welchem Schweregrad Herzklappenverengungen (Stenosen) oder Undichtigkeiten (Insuffizienzen) vorliegen. Alle Untersuchungsbilder werden digital abgespeichert und dienen bei einer Kontrolluntersuchung als Vergleich.

Belastungs - EKG

Wird auch Ergometrie genannt und ist eine der wichtigsten Untersuchungen in einer kardiologischen Praxis. Herz-Kreislauferkrankungen lassen sich besonders gut erkennen, wenn man das Herz einer Belastung aussetzt und gleichzeitig das EKG und die Kreislaufparameter wie Blutdruck und Herzfrequenz überwacht. So lassen sich auch die Einstellung einer Bluthochdrucks oder die Funktion eines Herzschrittmachers unter Belastung überprüfen. Voraussetzung für eine aussagekräftige Untersuchung ist natürlich, dass Sie als Patient oder Patientin sich auch wirklich belasten, dass heißt, gut mitarbeiten können. Dann lässt sich mit hoher Sicherheit sagen, ob die Durchblutung des Herzens bei Belastung normal oder (wie z.B. bei Herzkranzgefäßverengung) vermindert ist.

Lungenfunktion mit Bodyplethysmographie

Mit dieser Untersuchung werden Funktionsstörungen in der Lunge, z.B. bei langjährigen Rauchern, oder Menschen mit so genannter obstruktiver Lungenerkrankung festgestellt. Nach Gabe gezielter Medikamente (Bronchospasmolyse) kann die individuelle Effektivität dieser Therapie ausgetestet werden, damit dem Patienten das für ihn geeignete Medikament verschrieben werden kann. Die Untersuchung gibt Auskunft darüber, ob eine Lungenüberblähung (Lungenemphysem) vorliegt. Bei schweren Lungenerkrankungen kann überprüft werden, ob eine Sauerstoff-Langzeitbehandlung nützlich ist.

Stress - Echokardiographie

Kombination aus Ergometrie und Herz-Ultraschall. Dieses Verfahren wird bei Patienten mit einer Herzkranzgefäßverengung (KHK) eingesetzt und ist noch genauer als eine Ergometrie. Die zugrunde liegende Überlegung dabei ist, dass ein Herz, das unter Belastung in einen Sauerstoffmangel gerät, schlechter pumpt. Mit Ultraschall lässt sich das Ausmaß der Pumpverschlechterung, aber auch die betroffene Region genau beurteilen. Somit dient diese Methode als Entscheidungshilfe, ob eine bekannte Verengung an einem Koronargefäß mit einer Dilatation/Stentimplantation behandelt werden muss. Die Stress-Echokardiographie hilft bei der Beurteilung des Langzeitergebnisses nach Stentimplantation. Die Zahl der notwendigen Herzkatheteruntersuchungen kann somit reduziert werden.

Schrittmacherkontrolle

Patienten mit Herzschrittmacher müssen alle 6 Monate den Batteriezustand und die Funktion des Schrittmachers überprüfen lassen. Derzeit besteht in meiner Praxis die Möglichkeit, alle Herzschrittmacher der Marken Medtronic, Vitatron und Biotronic überprüfen zu lassen

7-Tage Langzeit - EKG

Das Langzeit - EKG dient zur Kontrolle des EKG über einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen. Es wird bei Patienten mit Schlaganfall und V.a. Vorhofflimmern durchgeführt. Ein normales 7-Tage Langzeit EKG schließt gravierende Herz-Rhythmusstörungen weitgehend aus. Außerdem lässt sich der Erfolg einer Rhythmustherapie abschätzen. 

Duplexsonographie

Dient zur Diagnostik von Gefäßerkrankungen der Halsschlagadern, der Beinarterien und der Venen in den Beinen. Mit Ultraschall werden die Gefäße von außen untersucht und Verkalkungen, Verengungen oder Verschlüsse und Thrombosen (z.B. Venenthrombosen) festgestellt. Das Ausmaß der Verengung lässt sich sehr genau quantifizieren. Somit dient diese Untersuchung der Verlaufskontrolle und der Festlegung der weiteren Behandlung. Die Duplexsonographie weist alle Vorteile der Ultraschallverfahren auf, d.h. es werden keine Röntgenstrahlen verwendet, es ist kein für die Niere schädliches Kontrastmittel nötig und die Untersuchung ist absolut schmerzfrei.

Langzeit - Blutdruckmessung

Dient zur Kontrolle des Blutdrucks über 24 Stunden. Es kann sehr genau festgelegt werden, ob ein Bluthochdruck besteht, ob dieser bereits mit Medikamenten behandelt werden muss und ob die medikamentöse Therapie bereits optimal ist. Die Langzeit-Blutdruckmessung ist der Eigenmessung durch den Patienten und der Messung des Blutdrucks während der Sprechstunde deutlich überlegen.

Kipptischuntersuchung

Was klingt, wie eine neue Sensation vom Oktoberfest, ist eine diagnostische Untersuchung für Patienten mit Ohnmachtsanfällen. Hier müssen Patienten bis zu 30 Minuten in einem Kippwinkel von 80 Grad auf einem Stehbrett (Kipptisch) stehen, um eine Kreislaufbelastung zu simulieren, die bei prädisponierten Personen zu einer Ohnmacht führt. Gleichzeitig werden Herzfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung über einen Monitor verfolgt. Dieser Provokationstest gibt Auskunft darüber, was individuell bei einer Ohnmacht mit den Kreislaufparametern passiert und wie schnell die Ohnmacht einsetzt. Patienten mit sehr kurzer „Vorwarnstrecke“ haben ein erhöhtes Risiko, sich bei einem Sturz im Rahmen einer schlagartig einsetzenden Ohnmacht erheblich zu verletzen. Diese Patienten sollten entsprechend behandelt werden.

Kipptisch Untersuchung Praxis Dr. Michael Muscholl | Muscholl, Kipptisch, München, Kardiologe, Internist, Synkope, Ohnmacht

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